Pressemitteilung vom 01. September 2026

„Building Bridges 2026“ zum Thema „Energie“ am 9./10. September in Dresden

Die internationale Wissenschaftskonferenz „Building Bridges“ hat sich inzwischen im Dresdner Kongressleben gut etabliert. Auch in diesem Jahr wird sie m Auftrag der Sächsischen Staatskanzlei vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) organisiert. Die Tagung findet am 9. und 10. September im Festspielhaus Hellerau statt und widmet sich neuesten Erkenntnissen zum Thema „Energie“. Erwartet werden rund 300 Wissenschaftler*innen sowie führende Vertreter*innen aus Politik und Wirtschaft aus Deutschland und Europa.

Foto: Building Bridges 2026 ©Copyright: HZDR / congressa

Building Bridges 2026

Bild: HZDR / congressa

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Energie gilt als ein wesentlicher Motor für wissenschaftlichen Fortschritt, wirtschaftliche Entwicklung und gesellschaftlichen Wandel. Energieforschung und -innovation spielen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Versorgungssicherheit, industrielle Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum. Insbesondere bahnbrechende Entwicklungen in den Bereichen Wasserstofftechnologien, Kernfusion und Batteriespeichersysteme verändern grundlegend die Art und Weise, wie Energie erzeugt, gespeichert und genutzt wird. Mit genau diesen drei Themenbereichen werden sich die einzelnen Veranstaltungen der diesjährigen Konferenz Building Bridges beschäftigen.

Der sächsische Wissenschaftsminister, Sebastian Gemkow, und der Wissenschaftliche Direktor des HZDR, Prof. Sebastian M. Schmidt, werden am 9. September um 13.30 Uhr gemeinsam die diesjährige Konferenz eröffnen.

Gastland ist in diesem Jahr die Ukraine, die durch S. E. Botschafter Oleksii Makeiev sowie durch ukrainische Forscher*innen vertreten ist. Die wissenschaftliche Keynote am 9. September hält die die ukrainische Wissenschaftlerin Dr. Iryna Doronina. Sie lehrt und forscht derzeit an der TU München und hat sich auf Stromversorgungssysteme, die Modernisierung von Stromnetzen, Energieeffizienz und die Integration erneuerbarer Energien in bestehende Stromnetze spezialisiert. Im engen Zusammenhang mit der europäischen Energiewende befasst sich ihre Forschung mit zentralen Herausforderungen wie der Digitalisierung von Energiesystemen, der Integration dezentraler Energiequellen und der Modernisierung kritischer Infrastrukturen in Mittel- und Osteuropa.

Podiumsdiskussion und Archimedes Science Award

Weitere Highlights dieses ersten Konferenztages sind am Nachmittag die Verleihung des Archimedes Science Award sowie die Podiumsdiskussion mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und hochrangigen Vertreter*innen mehrerer europäischer Partnerländer und Nachwuchswissenschaftler*innen.

Der mit 50.000 Euro dotierte Archimedes Science Award für herausragende Leistungen in der Wissenschaft geht in diesem Jahr an den Chemiker Prof. Peter Wasserscheid von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Forschungszentrum Jülich. Im Anschluss an die Verleihung wird er in seiner Keynote zum Thema „Chemical hydrogen storage – systems, challenges and innovations“ sprechen.

In der Podiumsdiskussion „Empowering the Next Generation: The Role of Politics and Science” erörtern Politiker*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen ihre Visionen für die Energiezukunft Europas. Gemeinsam diskutieren sie die Herausforderungen und Chancen, die sich für Wissenschaft, Forschungspolitik und politische Entscheidungsfindung ergeben. Die Podiumsdiskussion beleuchtet nationale Strategien und gemeinsame Ziele zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit und wissenschaftlicher Exzellenz.

Politische Keynotes von Vertretern aus Tschechien 

Den zweiten Konferenztag am 10. September eröffnen um 9.30 Uhr zwei hochrangige Gäste aus Tschechien mit ihrer gemeinsamen politischen Keynote: Jindřich Fryč, Generaldirektor für internationale Zusammenarbeit und Bildungsförderung im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, und Petr Mervart, Bevollmächtigter des Ministers für Industrie und Handel für Wasserstofftechnologien.

Im Anschluss daran ist eine Poster Session geplant. Wie schon am ersten Konferenztag wird es auch am 10. September parallel stattfindende Lightning Talks geben, in denen die Teilnehmer*innen ihre aktuelle Forschung in den Bereichen Wasserstofftechnologien, Kernfusion und Batteriespeichersysteme vorstellen und diskutieren.   

Statements:

Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen: „Ganz zentral für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung, für den Schutz unserer natürlichen Ressourcen und künftigen Wohlstand ist die Energieversorgung. Gemeinsames Ziel muss es sein, für eine langfristig sichere, nachhaltige und zugleich günstige Energieversorgung in Deutschland und Europa zu sorgen. Forschung, Innovationen und Austausch und Vernetzung über Grenzen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Ich bin sicher, dass die diesjährige internationale Wissenschaftskonferenz zum Thema Energie hierfür wertvolle Impulse liefern wird.“

Sebastian Gemkow, Sächsischer Wissenschaftsminister: „Sachsen gehört zu den führenden Standorten für Energieforschung in Deutschland und Europa mit etwa 260 Akteuren in Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Dabei gehören zu den Stärken der sächsischen Energieforschung alle drei Technologiefelder, die auf der diesjährigen Building Bridges-Konferenz im Mittelpunkt stehen: Beim Thema Wasserstoff bietet Sachsen ein weltweit einzigartiges Ökosystem entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Materialforschung bis zur industriellen Anwendung. Im Bereich der Fusion spielen wir in der „Bundesliga“ und sind in der Forschungsallianz Deutschland dabei. Mit dem Forschungsnetzwerk SAXFUSION wirkt es in allen drei Technologie-Hubs mit, die der Bund zum Aufbau eines Fusionskraftwerks gründen möchte. Zudem arbeiten die sächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Hochdruck an der Entwicklung leistungsfähiger, hocheffizienter und ressourcenschonender Batteriespeichertechnologien der übernächsten Generation.“

Prof. Sebastian M. Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor des HZDR: „Wissenschaft und Fortschritt basieren auf Austausch und Zusammenarbeit. Wie in den vergangenen Jahren bietet die Konferenz Building Bridges auch diesmal eine hervorragende Plattform, um Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Politik miteinander ins Gespräch zu bringen und zu vernetzen. Mit dem umfassenden Thema der Tagung „Energie“ haben wir wieder einen Schwerpunkt gesetzt, der von großer gesellschaftlicher Relevanz ist. Ich freue mich sehr, auch in diesem Jahr zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland begrüßen zu können.“


Medienkontakt:
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