Nachricht vom 1. Oktober 2026

detector.fm mit neuer Podcast-Folge

Können Pflanzen Hinweise auf Rohstoffe geben, die tief unter der Erdoberfläche liegen?

Dieser Frage geht das europäische Forschungsprojekt DeepBEAT nach. Dr. Solveig Pospiech vom Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) spricht darüber in einer neuen Folge des detektor.fm-Forschungsquartetts. Die Episode ist ab dem 1. Oktober 2026 verfügbar.

Foto: Dr. Solveig Pospiech bei der Probennahme ©Copyright: Martin Fabera

Dr. Solveig Pospiech bei der Probennahme

Bild: Martin Fabera

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Europa ist bei einigen wichtigen Rohstoffen von wenigen Lieferländern abhängig. Um mögliche Vorkommen im eigenen Land zu finden, rücken zunehmend tiefere Gesteinsschichten in den Blick. Deren Erkundung ist jedoch aufwendig: Bohrungen kosten Zeit und Geld und können Umwelt und Anwohner*innen belasten. Im Projekt DeepBEAT entwickeln Partner aus sieben Ländern Methoden, mit denen sich solche Vorkommen gezielter und mit geringeren Eingriffen erkunden lassen sollen.

Ein Ansatz beginnt an der Oberfläche. Die Geologie des Untergrunds kann die chemische Zusammensetzung von Böden und Grundwasser beeinflussen. Stoffe daraus gelangen wiederum in Pflanzen. Ob sich darin Hinweise auf tiefliegende Rohstoffvorkommen erkennen lassen, untersucht das Forschungsteam an drei europäischen Standorten mit bereits bekannten Vorkommen und unterschiedlichem geologischem Aufbau.

Foto: Kartenarbeit bei der Rohstoffsuche ©Copyright: Martin Fabera

Kartenarbeit bei der Rohstoffsuche

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Dort analysieren die Forschenden unter anderem Zweige, Zapfen, Harz und Rinde von Fichten und Kiefern sowie Blätter von Buchen und Blaubeerbüschen. Auch Pilze, Böden und Bachsedimente werden untersucht. Dabei geht es nicht darum, eine bestimmte Pflanzenart als Anzeiger für ein Vorkommen zu finden. Vielmehr prüft das Team, ob sich die chemische Zusammensetzung einzelner Pflanzen derselben Art von Ort zu Ort verändert und welche Pflanzenteile Hinweise aus dem Untergrund am besten erfassen.

Im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Wieland Mikolajczyk erklärt Pospiech, wie die Probennahme funktioniert und welche Rolle hochauflösende chemische Analysen und dreidimensionale Modelle des Untergrunds spielen. Eine zentrale Frage ist, aus welcher Tiefe sich geologische Besonderheiten überhaupt noch anhand solcher Signale an der Oberfläche erkennen lassen.

Zum Podcast: detektor.fm Forschungsquartett | Wie Pflanzen tiefe Erzlagerstätten aufspüren
Weitere Podcasts und Radiobeiträge mit HZDR-Forschenden

Mehr zum Projekt deepbeat.eu: (https://deepbeat.eu/)

Weitere Informationen:

Dr. Solveig Pospiech
Institut für Ressourcenökologie am HZDR
Tel. +49 351 260 2430 | E-Mail: s.pospiech@hzdr.de

Medienkontakt:

Simon Schmitt | Leitung und Pressesprecher
Abteilung Kommunikation und Medien am HZDR
Tel.: +49 351 260 3400 | Mobil: +49 175 874 2865 | E-Mail: s.schmitt@hzdr.de