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HZDR: Partner at "Network Dresden - City of Science"

In 2006, the city of Dresden carried the title "City of Science", and founded the network Dresden - City of Science, which has been active ever since. One popular event supported by the network partners in Dresden is the Dresden Long Night of Sciences.


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HZDR verleiht Preise für hervorragende wissenschaftliche Leistungen

Pressemitteilung vom 7.2.2014

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Nach dem Abschluss der Generalsanierung hat am 7. Februar 2014 Dr. Henry Hasenpflug, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, gemeinsam mit dem Vorstand des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR), Prof. Roland Sauerbrey und Prof. Peter Joehnk, die Fachbibliothek des Forschungszentrums wiedereröffnet. Bei der feierlichen Einweihung wurden gleichzeitig die HZDR-Preise verliehen. Unter den Augen von mehr als 150 Gästen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft erhielten die Geehrten, die im vergangenen Jahr mit innovativen Leistungen die Forschungsbereiche Gesundheit, Energie und Materie – die drei Kernfelder des HZDR – vorangebracht haben, die Auszeichnungen. So beschäftigten sich Forscher des HZDR beispielsweise mit Arbeiten, um die Energieeffizienz in der chemischen Industrie zu erhöhen.

„Unsere Preisträger verteilen sich auf alle drei Forschungsbereiche, auf denen das HZDR aktiv ist“, freute sich Prof. Roland Sauerbrey, Wissenschaftlicher Direktor des Forschungszentrums, bei der Verleihung. „Das zeigt, dass hervorragende Leistungen bei uns keine Einzelfälle sind, sondern sich quer durch alle wissenschaftlichen Institute ziehen.“ Beispielsweise am Institut für Fluiddynamik: Hier wurden Dr. Swapna Singha Rabha und Dr. Markus Schubert für ihre Arbeiten zu Strömungszuständen in Suspensionsblasensäulen mit dem HZDR-Forschungspreis ausgezeichnet. In solchen Reaktionsapparaten werden viele energieintensive chemische Prozesse, wie beispielsweise die Herstellung flüssiger Kraftstoffe aus Synthesegas, durchgeführt. Für die Energiebilanz und die Ausbeute dieser Abläufe spielen die sich darin ausbildenden Strömungen eine entscheidende Rolle. In ihren Untersuchungen konnten Rabha und Schubert aufklären, wie sich Katalysatorpartikel auf die Strömung auswirken, diese verändern und damit den Stofftransport sowie den notwendigen Energieeintrag in solchen Apparaten beeinflussen. Diese Erkenntnisse sind wichtig, um die Abläufe in den Reaktoren und deren Auslegung zu optimieren.

Für ihren Beitrag zum Hochleistungsrechnen auf Grafikkarten (GPU) am HZDR erhielten Dr. Michael Bussmann, Dr. Henrik Schulz, René Widera, Axel Hübl, Heiko Burau und Richard Pausch den HZDR-Innovationspreis. Die Forscher haben mit Hilfe von Simulationen die Kelvin-Helmholtz-Instabilität studiert, die zum Beispiel auftritt, wenn sich im Weltall ein Plasmajet mit anderem Gas vermischt. Dazu erweiterten sie ihren Code PIConGPU um die Fähigkeit, das von Milliarden Elektronen in alle Richtungen abgestrahlte Licht zu ermitteln. Für die Berechnungen, die auf 18.000 Grafikkarten liefen, nutzten sie den damals rechenstärksten Supercomputer der Welt, den amerikanischen TITAN. Die Voraussetzung für das GPU-Hochleistungsrechnen in Rossendorf hat Dr. Henrik Schulz geschaffen. Anfang 2013 nahm der Mitarbeiter der IT-Abteilung am HZDR „Hypnos“, den zu diesem Zeitpunkt größten und leistungsstärksten Hochleistungsrechner Sachsens, in Betrieb.

Ein Beispiel für gelungene Kooperation zwischen verschiedenen Instituten des HZDR lieferten Dr. Christian Richter und Dr. Karl Zeil. Da ihre Forschungsarbeiten in komplementärer Weise einen wesentlichen Schritt zum Einsatz laserbeschleunigter Partikelstrahlen für die Krebstherapie darstellen, wurden in diesem Jahr ausnahmsweise zwei Wissenschaftler mit dem Doktorandenpreis ausgezeichnet. So konnte Zeil zu einem besseren Verständnis der Beschleunigungsmechanismen bei ultrakurzen Laserpulsen beitragen. Ziel der Protonenbeschleunigung am HZDR ist die Entwicklung eines kompakten Laserbeschleunigers für den Einsatz bei der Krebsbehandlung. Dafür müssen aber Protonen mit sehr hohen Energien erzeugt werden. Zeil konnte erstmalig nachweisen, dass dies auch mit einem Kurzpuls-Laser möglich ist. Mit seinen Arbeiten hat der Physiker somit die Grundlage für die mögliche medizinische Anwendung ultrakurzer Laserpulse in der Krebstherapie gelegt.

Mit der Wirkung solcher Teilchenstrahlen hat sich Christian Richter beschäftigt. Der Gruppenleiter am Nationalen Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie – OncoRay verfolgte in seiner Dissertation das Ziel, die Präzision der Protonenstrahltherapie zu verbessern. Er entwickelte eine Technik, um die Strahlendosis der laserbeschleunigten Partikelstrahlen in Echtzeit zu messen. Bisher war nicht bekannt, welche biologische Wirkung von laserbeschleunigten Teilchenstrahlen ausgeht. Richters Forschung ermöglichte präzise strahlenbiologische Untersuchungen, mit denen erste zuverlässige experimentelle Daten zur biologischen Wirksamkeit gewonnen werden konnten. Das HZDR hat außerdem einen Anerkennungspreis an Dr. Michael Körner vom Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung für seine Dissertation vergeben.

Den Kommunikationspreis erhielt Nils Schmeißer. Der Mitarbeiter der IT-Abteilung hat das Schülerlabor DeltaX im HZDR durch die Entwicklung eines Medientisches für den Experimentiertag „Radioaktivität und Strahlung“ unterstützt. Damit können sich Schüler ungefährdet mit dem Thema beschäftigen, das Phänomen virtuell erleben und mit langlebigen Strahlern experimentieren.

„Die Bandbreite der wissenschaftlichen Leistungen, die wir auszeichnen durften, belegt, wie stark der Forschungsstandort Sachsen und hier besonders das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf aufgestellt ist“, erklärte Dr. Henry Hasenpflug. „Grundlage für diese Spitzenforschung ist eine exzellente Infrastruktur. Deswegen freut es mich besonders, dass wir heute gleichzeitig die neu gestaltete Fachbibliothek einweihen konnten.“ Bei der Generalsanierung, die im Dezember 2012 begonnen und insgesamt 2,3 Millionen Euro gekostet hat, wurden sowohl die Außenhülle als auch die Innenräume der Bibliothek modernisiert. 21 Arbeitsplätze im Lesesaal sowie 18 zusätzliche in neun Büros, die an Nutzer aus dem HZDR sowie Gäste zeitweise vermietet werden können, ein Videokonferenzraum sowie ein IT-Schulungsraum erweitern die Möglichkeiten in der Bibliothek.


Pressekontakt
Simon Schmitt
Tel. 0351 260-2452
s.schmitt@hzdr.de | www.hzdr.de