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Pressemitteilung vom 19. Juni 2019

Jung, klug, neugierig, trifft 39 Nobelpreisträger

Laser-Physikerin des HZDR ist zur 69. Nobelpreisträger-Tagung eingeladen

Wenn sich 39 Nobelpreisträger vom 30. Juni bis 5. Juli 2019 mit jungen Forschern aus aller Welt in Lindau am Bodensee treffen, ist auch eine Physikerin aus Dresden dabei: Lieselotte Obst-Hübl forscht am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) an Hochleistungs-Lasern. Jetzt darf sie ihr Thema – die Beschleunigung elektrisch geladener Teilchen durch ultrakurze Laserpulse – den Größten ihres Fachs präsentieren. Die traditionsreiche Veranstaltung gilt als das wichtigste Generationentreffen von Spitzenforschern der ganzen Welt. Dieses Jahr reisen 580 Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 88 Ländern an.

Lieselotte Obst-Hübl, Laser-Physikerin am HZDR, fährt zur Nobelpreisträger-Tagung 2019 in Lindau. ©Copyright: HZDR/Christian Essler

Lieselotte Obst-Hübl vom HZDR-Institut für Strahlenphysik fährt zur Nobelpreisträger-Tagung.

Foto: HZDR/Christian Essler

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Im bayerischen Lindau treffen Nobelpreisträger auf fachlich besonders qualifizierte und engagierte junge Leute. Der inhaltliche Schwerpunkt wechselt von Jahr zu Jahr; die 69. Tagung steht ganz im Zeichen der Physik: Allein 28 Ehrengäste haben ihren Nobelpreis auf diesem Wissenschaftsgebiet erhalten. „Jungen Wissenschaftlern am Beginn ihrer Karriere bietet sich hier eine einzigartige Chance, Gedanken und Ideen mit anderen auszutauschen. Wir freuen uns sehr, dass Lieselotte Obst-Hübl als Teilnehmerin ausgewählt worden ist“, sagt Prof. Roland Sauerbrey, der als Wissenschaftlicher Direktor des HZDR die Bewerbung unterstützt hat. Nominierende Institution ist die Helmholtz-Gemeinschaft.

Beworben hatte sich Lieselotte Obst-Hübl bereits vor knapp einem Jahr – und war überglücklich, als sie vor wenigen Wochen die Bestätigung erhielt: „Es passt einfach alles. Dieses Jahr geht es viel um Laser-Physik, ich bin also unter Fachkollegen.“ Zu den Ehrengästen zählen Gérard Mourou und Donna Strickland, die 2018 den Physiknobelpreis erhielten. Sie haben in den 1980er Jahren das grundlegende Funktionsprinzip gepulster Hochleistungs-Laser entwickelt. „Dieses Prinzip wird heute weltweit verwendet, auch am DRACO-Laser des HZDR, mit dem ich die Experimente für meine Doktorarbeit durchgeführt habe“, erklärt Obst-Hübl. „Jetzt kann ich die beiden persönlich kennenlernen!“

Mit Wissenschaft die Welt verbessern

Mindestens genauso gespannt ist die Physikerin auf ihre eigene Generation, mehrere hundert Nachwuchsforscherinnen und -forscher, die mit ihr nach Lindau kommen: Sie zählen zu den Besten ihrer Jahrgänge und Forschungsgruppen und engagieren sich über ihr eigenes Fachgebiet hinaus in Wissenschaft und Gesellschaft. Wer teilnehmen möchte, muss ein mehrstufiges Auswahlverfahren bestehen und darf maximal 35 Jahre alt sein. Lieselotte Obst-Hübl freut sich auf eine bunte Mischung aus Neugier und Wissen, Fragen, Ideen und Inspiration: „Es ist eine einmalige Chance, denn auf dieser Seite des Forums kann jeder nur einmal hierher kommen.“ So lauten die Regeln. Für ein zweites Mal bräuchte es einen Nobelpreis.

Auf dem Programm stehen kurze Vorlesungen der Nobelpreisträger, Workshops und offene Diskussionen. Auch 30 junge Wissenschaftler dürfen eigene Forschungen präsentieren, eine von ihnen ist die HZDR-Physikerin. Die sechstägige Veranstaltung bietet reichlich Gelegenheit, einander kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen. Am Abschlusstag steht ein übergreifendes Thema auf der Agenda: „Wie kann Wissenschaft die Welt zum Besseren wenden?“ Mit diesen Gedanken reisen die Teilnehmer nach Hause.

Laser-Physikerin Lieselotte Obst-Hübl am Hochleistung-Kurzpuls-Laser DRACO ©Copyright: HZDR/Rainer Weisflog

Ganz in ihrem Element: Physikerin Lieselotte Obst-Hübl arbeitet am Ultrakurzpuls-Laser DRACO im ELBE-Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen des HZDR. Foto: HZDR/Rainer Weisflog; Download

Lieselotte Obst-Hübl wird im Juli allerdings nur kurz nach Dresden zurückkehren, um ihre Sachen zu packen: Dann geht es gemeinsam mit ihrem Mann nach Berkeley in Kalifornien, USA. Nach Abschluss ihrer Doktorarbeiten am HZDR haben die beiden Wissenschaftler im Lawrence Berkeley National Laboratory neue Jobs gefunden – der nächste Schritt in eine hoffnungsvolle Forscherkarriere.


Weitere Informationen:
www.lindau-nobel.org

Kontakt:
Lieselotte Obst-Hübl
Institut für Strahlenphysik am HZDR
E-Mail: l.obst-huebl@hzdr.de

Medienkontakt:
Dr. Christine Bohnet | Pressesprecherin und Leitung HZDR-Kommunikation
Tel.: +49 351 260-2450 | E-Mail: c.bohnet@hzdr.de
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf | Bautzner Landstraße 400 | 01328 Dresden