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Gemeinsame Medieneinladung der TU Dresden und des HZDR vom 26. Juni 2019

Teilchenbeschleuniger im Dresdner Felsenkeller geht in Betrieb

Was geht im Inneren der Sonne und den anderen unzähligen Sternen des Universums vor? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler aus der ganzen Welt. Aber nur an zwei Orten können sie mittels Experimenten Antworten darauf bekommen. Nach zwei Jahren Bauzeit wird jetzt eine dritte Forschungsstätte eingeweiht: Am 4. Juli geht offiziell das gemeinsam von Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und TU Dresden errichtete Felsenkellerlabor in Betrieb. Die Forschungsstätte, gelegen am südwestlichen Stadtrand von Dresden in einem ehemaligen Lager der Felsenkeller-Brauerei, wird in Anwesenheit des Physik-Nobelpreisträgers Prof. Takaaki Kajita von der Universität Tokio eröffnet. 

In zwei Stollen des ehemaligen Eislagers der Dresdner Felsenkeller-Brauerei bauen das HZDR und die TU Dresden Deutschlands einzigen Untertage-Beschleuniger auf. Mit der Anlage wollen Physiker die Vorgänge im Inneren von Sternen nachstellen. Die Abschirmung durch den Fels erlaubt besonders sensitive Forschung.

In zwei Stollen des ehemaligen Eislagers der Dresdner Felsenkeller-Brauerei haben das HZDR und die TU Dresden Deutschlands einzigen Untertage-Beschleuniger aufgebaut. Mit der Anlage wollen Physiker die Vorgänge im Inneren von Sternen nachstellen.

Foto: HZDR/André Wirsig

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Abgeschirmt von einer 45 Meter dicken Felsdecke können Wissenschaftler aus aller Welt mit Hilfe des Ionenbeschleunigers nun erforschen, wie sich unser Universum aufbaut. Das Dresdner Labor ist erst das zweite dieser Art in Europa (das dritte weltweit). „Wir sind damit in der Lage, fundamentale Prozesse, die in allen Sternen ablaufen, zu simulieren“, erklärt Dr. Daniel Bemmerer, technischer Leiter des Felsenkeller-Labors vom HZDR.

Mit der Eröffnung schließt sich ein Kreis. Zum Richtfest des Felsenkellers vor fast genau zwei Jahren, am 28. Juni 2017, hielt der ebenfalls 2015 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnete Prof. Arthur B. McDonald aus Kanada den Festvortrag. Kajita und McDonald waren für ihre Entdeckung, dass durch Reaktionen im Inneren der Sonne freigesetzte, winzige Elementarteilchen sich auf ihrem Weg zur Erde in eine andere Teilchenfamilie umwandeln, die sogenannte Neutrino-Flavour-Oszillation, ausgezeichnet worden.

Angespornt von dieser Entdeckung, bemühen sich Physiker weltweit, das Modell der Sonne zu verbessern, um präzisere Voraussagen über die Zahl der von der Sonne ausgesendeten Neutrinos, also vor der Oszillation, zu erhalten. Hierzu werden unter anderem die Kernreaktionen aus dem Innern der Sonne im Labor nachgestellt. Weil diese Reaktionen sehr langsam ablaufen, können sie nur in besonders abgeschirmten Beschleunigerlabors unter Tage untersucht werden. Das Stollen-Gestein bildet einen natürlichen Schild gegen die kosmische Höhenstrahlung, die die Erde im Sekundentakt mit Teilchen bombardiert. „Da das unsere Messungen verzerrt, können wir die Experimente nicht an der Erdoberfläche durchführen“, erläutert Kai Zuber, Professor für Kernphysik an der TU Dresden und wissenschaftlicher Leiter des Labors.

Die Zusammenarbeit der Physiker Zuber und Bemmerer im Labor des Felsenkellers ist ein Beispiel für die gelebte Vernetzung Dresdner Wissenschaftseinrichtungen im Verein DRESDEN-concept.

Neben einer Ansprache des Nobelpreisträgers Takaaki Kajita (in englischer Sprache, deutsche Übersetzung in der Pressemappe) werden Prof. Gerhard Rödel, Prorektor Forschung an der TU Dresden, Prof. Thomas Cowan, Direktor des HZDR-Instituts für Strahlenphysik, Prof. Kai Zuber und Dr. Daniel Bemmerer kurz das Wort ergreifen. Danach wird das neue Untertage-Labor mit einem symbolischen Knopfdruck eröffnet. Während der anschließenden Besichtigung des Stollens (etwa 25 Minuten), gibt es die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Aufgrund der Kombination von Fels und Technik und nicht zuletzt des beeindruckenden Teilchenbeschleunigers von acht Metern Länge ist der Termin gut für Bildberichterstattung geeignet.

Für eine bessere Planung bitten wir um Anmeldung unter pressestelle@tu-dresden.de

Eckdaten:

  • Zeit: 4. Juli 2019, 13 Uhr
  • Ort: HZDR/TUD - Beschleuniger im Felsenkeller
    Am Eiswurmlager 12
    01189 Dresden
    1. OG

Informationen für Journalisten:
Kim-Astrid Magister
TU Dresden
Tel.: +49 351 463-32398 | E-Mail: kim-astrid.magister@tu-dresden.de

Simon Schmitt
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
Tel.: +49 351 260-3400 | Mobil: +49 175 874 2865 | E-Mail: s.schmitt@hzdr.de