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Nachricht vom 1. April 2019

HZDR-Neubau erhält silbernes "Gütesiegel"

Nachhaltige Architektur für die Forschung: Schülerlabor-Gebäude zertifiziert

Für einen 2018 fertiggestellten Neubau erhielt das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) jetzt das BNB-Gütesiegel für Nachhaltiges Bauen in Silber. Ende März nahm Dr. Ulrich Breuer, Kaufmännischer Direktor des HZDR, dafür die Urkunde vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) in Empfang. Sichtbares Zeichen am Gebäudeeingang ist die silberne BNB-Plakette. Die Abkürzung steht für „Bewertungssystem für Nachhaltiges Bauen“. Das zertifizierte Gebäude beherbergt das HZDR-Schülerlabor DeltaX mit seinem hochmodernen Labortrakt sowie Büro- und Arbeitsräume für Wissenschaftler.

BNB-Plakette für Schülerlabor-Neubau ©Copyright: HZDR

Dr. Ulrich Breuer, Kaufmännischer Direktor des HZDR (li.) mit Bernd Landgraf. Der Leiter des STI übergibt im Auftrag des Bundesinnenministeriums das BNB-Zertifikat.  

Foto: HZDR

Das Gütesiegel in Silber bestätigt dem HZDR, dass ein klimafreundliches, schadstoffarmes, wirtschaftliches, bedarfsgerecht und flexibel nutzbares Gebäude mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen wurde. „Es ist das erste Bauprojekt hier am Zentrum, bei dem wir den gesamten Prozess vom Beginn der Planung an konsequent unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit gestaltet und begleitet haben. Damit ist es zugleich ein Modell für künftige Bauvorhaben“, sagte Dr. Breuer, der die Zertifikats-Urkunde aus den Händen von Bernd Landgraf entgegennahm. Der Leiter des Steinbeis-Transfer-Instituts (STI) Bau- und Immobilienwirtschaft in Dresden hatte den Neubau für das BNB-Siegel zertifiziert und dafür einen Katalog von insgesamt 164 Kriterien überprüft. Auf diese Weise lassen sich Qualität und Nachhaltigkeit von Gebäuden von der Planung an über einen Nutzungszeitraum von 50 Jahren ermitteln. Das Institut ist seit 2011 vom zuständigen Bundesministerium als Konformitätsprüfungsstelle für Gebäudezertifizierungen nach dem „Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB)“ anerkannt.

Modell für künftige Bauvorhaben

Bernd Landgraf, Marion Oelke und Lutz Lange bei der Übergabe der BNB-Urkunde für Gebäude 103 ©Copyright: HZDR

Bernd Landgraf (STI, li.) diskutiert mit Marion Oelke und Lutz Lange (Bau- und technisches Gebäudemanagement des HZDR) die Ergebnisse der Zertifizierung

Foto: HZDR

„Das Gebäude geht über die Mindestanforderungen, die an bundesfinanzierte Bauten in puncto Nachhaltigkeit gestellt werden, noch ein ganzes Stück hinaus“, fasst Landgraf die Ergebnisse zusammen. Das HZDR hat sich dieser Zertifizierung freiwillig gestellt. Nach dem BNB fließen in die Bewertung öffentlicher Bauvorhaben fünf Hauptdimensionen ein: Die ökologische Qualität, die ökonomische Qualität, die soziokulturelle und funktionale Qualität, die technische Qualität und die Prozessqualität.

Allerdings stehen die HZDR-Gebäude nicht im öffentlichen Raum. „Darum hat das Steinbeis-Transfer-Institut die BNB-Kriterien entsprechend modifiziert“, schildert Marion Oelke, Leiterin der Abteilung Bau- und technisches Gebäudemanagement am HZDR. In dieser Form sind sie bindend für künftige Bauvorhaben. Das nächste größere Projekt ist der Neubau des Rechenzentrums. Zurzeit laufen die Vorbereitungen, in wenigen Monaten soll die eigentliche Planung beginnen. In der Bauabteilung des Forschungszentrums achtet eine Sachverständige für nachhaltiges Bauen darauf, dass alle relevanten Aspekte der Nachhaltigkeit von Beginn an berücksichtigt werden.

Nachhaltigkeit in der Forschung

Neues Schülerlabor-Gebäude ©Copyright: HZDR

Das erste komplett nach BNB zertifizierte Gebäude des HZDR wurde 2018 fertiggestellt. Der markante Eingang führt zum Schülerlabor DeltaX.

Foto: HZDR

Download

Die Einführung des BNB-Siegels im Bau- und Gebäudemanagement des HZDR ist ein Beispiel dafür, wie Nachhaltigkeit längst nicht nur als Forschungsthema, sondern als durchgängiges Arbeitsprinzip einen wachsenden Stellenwert in der Wissenschaft gewinnt. Den Rahmen dafür umreißt etwa der „Leitfaden Nachhaltigkeitsmanagement in Forschungsorganisationen“, den die Helmholtz-Gemeinschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft und die Leibniz-Gemeinschaft 2013 veröffentlicht haben. Als einer von fünf Funktionsbereichen sind darin „Gebäude und Infrastrukturen“ definiert. Erklärtes Ziel ist, den Forscherinnen und Forschern eine zukunftsorientierte Arbeitsumgebung bereitzustellen und dabei zugleich die Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft im Blick zu behalten. Dies schließt die Erfüllung technischer und funktionaler Anforderungen ebenso ein wie Nutzerzufriedenheit, Energie- und Ressourceneffizienz, Wirtschaftlichkeit und gestalterische Qualität.


Kontakt:

Marion Oelke
Leiterin Bau- und technisches Gebäudemanagement
Tel. +49 351 260 3506
Email: m.oelke@hzdr.de

Dr. Annegret Seemann
Kommunikation und Medien | Wissenschaftsredakteurin
Tel. +49 351 260 2515
E-Mail: a.seemann@hzdr.de