Jugendliche Spitzenphysiker

Am Samstag, den 18. September 2004, 14.00 – 15.00 Uhr werden im Forschungszentrum Rossendorf (FZR) die Preisträger des diesjährigen Schülerwettbewerbs „Besondere Lernleistungen im Fachbereich Physik“ geehrt.

Dresden, 15. September 2004. Ausgezeichnet werden 34 Gymnasiasten aus ganz Sachsen, die sich intensiv mit aktuellen Themen der Physik beschäftigt haben und „Besondere Lernleistungen“ in diesem Bereich erbracht haben. Die Preise werden vom Forschungszentrum Rossendorf gemeinsam mit den sächsischen Universitäten TU Dresden, Universität Leipzig, TU Chemnitz und TU Bergakademie Freiberg mit Unterstützung von Infineon Technologies Dresden ausgelobt.

Den Hauptpreis von jeweils 300 € erhalten 10 Projekte, die als Spitzenleistung bewertet wurden, weitere 5 exzellente Projekte erhalten eine Anerkennung von 150 € und 9 immer noch sehr gute Arbeiten werden mit Buchpreisen und einer einjährigen Mitgliedschaft in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) gewürdigt.

Stellvertretend für alle Preisträger wird Michael Schellenberger Costa vom Gymnasium Leibnizschule Leipzig seine Arbeit dem Auditorium vorstellen, die am Institut für Experimentalphysik I der Universität Leipzig entstand. Er beschäftigte sich mit der Ausbildung wellenförmiger Muster in dünnen Polymerfilmen, deren verschiedene Oberflächenstrukturen nach Erwärmung über der Glasübergangstemperatur untersucht wurde. Glasübergangstemperatur wird der Temperaturbereich genannt, in dem amorphe Thermoplaste von hartem Zustand in einen weicheren, flexibleren Zustand übergehen. Dieses Phänomen wurde erst vor wenigen Jahren entdeckt und könnte prinzipiell verwendet werden, um die Oberflächen von Polymeren auf der Nanometerskala kontrolliert zu verändern.

Solche intensive Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen Themen schon während der Schulzeit ist auch der Industrie ein Anliegen: "Für die Zukunft unserer Industrie sind Ausbildung und Gewinnung von erstklassigen Wissenschaftlern, Ingenieuren und Technikern von grundlegender Bedeutung. Daher ist es wichtig, wieder mehr Jugendliche für Technik und Wissenschaft zu begeistern.", so Dr. Alexander Ruf, Director Development Logistic bei Infineon Technologies Dresden.

„Dieser Wettbewerb soll zeigen, dass naturwissenschaftliche Arbeiten an Schulen auch bei Fachleuten der einzelnen Disziplinen, hier der Physik, auf reges Interesse stoßen und einer intensiven wissenschaftlichen Bewertung unterzogen werden, wenn auf diese Weise Kontakte untereinander entstehen.“, ergänzt Prof. Dr. Bernd Johannsen, der Wissenschaftliche Direktor des Forschungszentrums Rossendorf, das diesen Wettbewerb koordiniert.

Die Preise werden im Rahmen des Tages der offenen Tür im FZR von Prof. Johannsen und Dr. Ruf überreicht.

Datum und Zeit: Samstag, 18.09.2004, 14.00 – 15.00 Uhr

Ort: FZR, Gebäude 14 (Bibliothek), im Großen Hörsaal.

Die Presse ist hierzu herzlich eingeladen.

Pressekontakt:
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