Neutronen-Flugzeit-Experiment nELBE

Ende 2007 wurde ein neues Neutronenlabor im Forschungszentrum Dresden-Rossendorf in Betrieb genommen. Hier soll in Zukunft untersucht werden, wie langlebiger radioaktiver Abfall, der weltweit in Kernkraftwerken entsteht, so umgewandelt werden kann, dass er nur noch für historisch überschaubare Zeiten in ein Endlager eingeschlossen werden muss.

Mit dem Experiment „nELBE“ sollen zukünftig die inelastische Neutronenstreuung, d.h. die Anregung von Atomkernen durch Energieübertragung der Neutronen, sowie der Neutroneneinfang von Atomkernen untersucht werden. Die Neutronen werden dabei mit Hilfe des intensiven Elektronenstrahls am ELBE-Beschleuniger erzeugt. Die technologisch sehr komplexe Experimentieranordnung wurde gemeinsam von den FZD-Instituten für Sicherheitsforschung und für Strahlenphysik aufgebaut. In einem ersten Schritt sollen nicht-radioaktive Materialien (wie z.B. Eisen oder Magnesium) mit Neutronen beschossen werden, die für den Bau von neuen Reaktoren der so genannten Generation IV in Frage kommen.

Bleitarget Neutronen ELBE

Gesamtansicht der Photoneutronenquelle nELBE  inkl. Elektronenstrahl-Führung und Produktions-Target für die Neutronen

3DAnsicht Blei-Loop an nELBE

3D-Ansicht vom Produktions-Target (flüssiges Blei) für die Neutronen an nELBE

Die Rossendorfer Forscher wollen herausfinden, wie genau schnelle Neutronen mit Eisen wechselwirken und im nächsten Schritt steht Strontium-88 als nicht-radioaktiver Testfall für das Spaltprodukt Strontium-90 auf dem Plan, um die Transmutierbarkeit von Spaltprodukten zu untersuchen.

 
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