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Das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf auf dem Weg in die Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren

Der Wissenschaftsrat, das Gutachtergremium der Bundesregierung und der Regierungen der Länder für Wissenschaft, Forschung und Hochschulen, hat auf seiner heutigen Sitzung die Empfehlung ausgesprochen, das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf in die Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren aufzunehmen. Das ist das wichtigste Ergebnis der Evaluierung des FZD durch den Wissenschaftsrat, die im November 2007 stattgefunden hatte.

Gemeinsame Pressemitteilung des Sächsischen Ministeriums für Wissenschaft undKunst und des FZD

"Der Wissenschaftsrat stellt dem Forschungszentrum Dresden-Rossendorf ein Einser-Zeugnis aus: exzellente Forschung auf Spitzenniveau, die international hoch angesehen ist. Die Anstrengungen der vergangenen Jahre unter dem Dach der Leibniz-Gemeinschaft haben sich gelohnt", sagte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute in Dresden. Mit der Einstufung des FZD als "Großforschungseinrichtung" und der empfohlenen Übernahme in die Helmholtz-Gemeinschaft würde sich der Bund künftig mit 90prozentiger Förderung finanziell stark engagieren. Damit kann das FZD seine Potenziale weiter und besser ausbauen.

Der wissenschaftliche Vorstand des Forschungszentrums, Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Sauerbrey, begrüßt ebenfalls die Förderempfehlung des Wissenschaftsrats: "Wir haben gerade in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, um unsere Forschungsarbeiten in den Bereichen Neue Materialien, Krebsforschung und Nukleare Sicherheitsforschung zu bündeln und um uns international noch besser aufzustellen. Unsere drei Forschungsprogramme passen sehr gut in die übergeordneten Forschungsbereiche Schüsseltechnologien, Gesundheit und Energie der Helmholtz-Gemeinschaft. Hinzu kommt, dass wir Großgeräte betreiben, die den Gerätepark der Helmholtz-Gemeinschaft hervorragend ergänzen. Für uns ist daher die Förderempfehlung des Wissenschaftsrats, das FZD künftig über die Helmholtz-Gemeinschaft zu fördern, folgerichtig. Zugleich lässt sich im Rückblick sagen, dass die Leibniz-Gemeinschaft die wissenschaftliche Profilierung des FZD und den Aufbau der Großgeräte sehr befördert hat. Sie hat somit großen Anteil daran, dass wir heute so gut dastehen."

Die Vorgängereinrichtung des FZD, das Zentralinstitut für Kernphysik (ZfK), wurde 1956 gegründet und hatte, ähnlich wie die Helmholtzzentren Jülich und Karlsruhe, die Aufgabe, Forschung auf dem damals neuen Gebiet der friedlichen Nutzung der Kernenergie zu betreiben. Am 1.1.1992 wurde das Forschungszentrum Rossendorf neu gegründet und hat seither sein Forschungsprofil deutlich verändert. Das FZD hat heute rund 700 Mitarbeiter und verfügt über ein Gesamtbudget von knapp 70 Millionen Euro. Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft wird es je zur Hälfte vom Bund und von den Ländern - und hier v. a. vom Freistaat Sachsen – gefördert.

Die beiden entscheidenden Sätze im nun vorgelegten Bewertungsbericht des Wissenschaftsrats zum Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) vom 4. Juli 2008 lauten: "Seit der letzten Begutachtung durch den Wissenschaftsrat hat das FZD sein wissenschaftliches Profil in Richtung einer Großforschungseinrichtung ausgebaut, indem es langfristige Themen hoher Komplexität bearbeitet. Diese strategisch und langfristig ausgerichtete Spitzenforschung in politisch und gesellschaftlich relevanten Forschungsgebieten legt ein stärkeres förderpolitisches Engagement des Bundes nahe."

Im Bericht wird auch die Fokussierung auf die Themen Materialforschung, Krebsforschung und Sicherheitsforschung begrüßt: "Damit werden die Schwerpunkte der Forschungsaktivitäten klar im Bereich der Vorsorge- und Materialforschung liegen." Weiter heißt es: "Für ihre Forschung benötigen die Mitarbeiter des FZD den Einsatz von wissenschaftlichen Großgeräten. In den letzten Jahren ist es gelungen, zusätzlich drei hierfür relevante Großgeräteanlagen zu entwickeln und zu installieren, die national und teilweise auch international singulär sind."

Seit der Wende wurden im FZD der Elektronenbeschleuniger ELBE, das PET-Zentrum Rossendorf und das Rossendorfer Strahlrohr am Europäischen Synchrotron im französischen Grenoble aufgebaut sowie das Ionenstrahlzentrum in Rossendorf ausgebaut. Hinzu kamen in den letzten Jahren die thermohydraulische Versuchsanlage TOPFLOW zur Untersuchung von komplexen Strömungen, wie sie typischerweise in Kernkraftwerken auftreten können, das Hochfeld-Magnetlabor Dresden zur Erzeugung höchster gepulster Magnetfelder und der erst kürzlich in Betrieb gegangene Hochleistungslaser am Beschleuniger ELBE.

Insgesamt bescheinigt der Wissenschaftsrat dem Forschungszentrum Dresden-Rossendorf sehr gute Arbeit, eine sehr gute Einbindung in die nationale und internationale Forschungslandschaft und eine hohe Attraktivität der Großgeräte für die Nutzung durch Kooperationspartner.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Sauerbrey
Wissenschaftlicher Direktor
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf
Tel.: 0351 260 - 2625

Pressekontakt:
Dr. Christine Bohnet
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Bautzner Landstr. 128
01328 Dresden
Tel.: 0351 260 - 2450 oder 0160 969 288 56
Fax: 0351 260 - 2700