Sicherheitsanalysen bei Kernkraftwerken sind sicher

Heiße Zelle

In einem mit Blei abgeschirmten Sicherheitsbereich und hinter 30 Zentimeter dicken Bleiglasscheiben können in den Heißen Zellen am FZD radioaktive Materialien untersucht werden. Bild: Rainer Weisflog

Mit ihren Arbeiten zur Sicherheit der Reaktordruckbehälter von Kernkraftwerken untermauern Dr. Andreas Ulbricht und Dr. Frank Bergner (Institut für Sicherheitsforschung) die Wirksamkeit von derzeit gängigen Sicherheitsanalysen. Die Ergebnisse der Wissenschaftler liefern wichtige Informationen, die bei der Entscheidung zur Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken eine bedeutende Rolle spielen.

Im Laufe des Betriebs eines Kernkraftwerkes können sich die mechanischen Eigenschaften der Behälterwände von Reaktordruckbehältern durch die intensive Neutronenstrahlung ändern. Dies gilt insbesondere für die Schweißnähte, die erstmalig im Detail untersucht wurden.

Deshalb sind Sicherheitsanalysen notwendig, sie umfassen Materialprüfungen sowie gegebenenfalls auch Gegenmaßnahmen, wie die Reduzierung der Strahlenbelastung, die Durchführung einer thermischen Ausheilbehandlung und im Extremfall die Stilllegung des Reaktors.

Für ihre Arbeiten erhielten die Wissenschaftler den Forschungspreis 2008 des FZD.

 
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