Unsere aktuellen Pressemitteilungen und Nachrichten
Die Geschichte des Universums aus den Spuren kosmischer Explosionen lesen: ERC vergibt prestigeträchtige Millionenförderung an HZDR-Forscher
Pressemitteilung vom 23.06.2026
Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat heute die Gewinner*innen seiner aktuellen Advanced Grants bekannt gegeben. Insgesamt erhalten 319 führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Europa Fördermittel in Höhe von 838 Millionen Euro. Die Advanced Grants ermöglichen erfahrenen Forschenden, ambitionierte und risikoreiche Projekte der Grundlagenforschung zu verfolgen, die das Potential für bedeutende wissenschaftliche Durchbrüche besitzen. Zu den Geförderten im Bereich Physik und Ingenieurwissenschaften gehört Prof. Anton Wallner vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR). Sein Projekt SUPREME wird mit rund drei Millionen Euro gefördert.
Kosmische Zeitzeugen: Radionuklide in Tiefseeprobe deuten auf uraltes kosmisches Ereignis hin
Pressemitteilung vom 15.06.2026
Ein internationales Team von Forschenden aus Dresden sowie aus Sydney und Canberra in Australien hat in einer Mangankruste aus der Tiefsee seltene radioaktive Isotope nachgewiesen und damit neue Einblicke in die Entstehung der schwersten Elemente im Universum gewonnen. Die Ergebnisse zeigen: Das letzte große astrophysikalische Ereignis in der Nähe unseres Sonnensystems, das solche Elemente erzeugt haben könnte, liegt mindestens 100 Millionen Jahre zurück. Die Studie unter Leitung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) wurde in der Fachzeitschrift Nature Astronomy veröffentlicht (DOI:10.1038/s41550-026-02841-6).
Biobasierte Spintronik: Nachhaltige Magnetfeldsensoren aus dem Drucker
Pressemitteilung vom 28.05.2026
Magnetfeldsensoren stecken in Autos, Smartphones oder Sicherheitssystemen. Doch viele dieser Bauteile bestehen aus für Gesundheit und Umwelt problematischen Materialien und werden aufwendig produziert. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) stellt nun in der Fachzeitschrift Nature Communications (DOI: 10.1038/s41467-026-71077-9) eine nachhaltige Alternative vor: gedruckte Sensoren aus Eisen, Eisenoxid und biobasierten Materialien wie Zellulose oder Stärke.
HZDR-Preise 2025: Auszeichnungen für Spitzenforschung und besonderes Engagement
Nachricht vom 21.05.2026
Wie bewegen sich Gasblasen in turbulenten Flüssigkeiten? Um diese beispielsweise für das Design von Industrieanlagen wichtige Frage zu beantworten, haben Wissenschaftler*innen des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) eine experimentelle Methode entscheidend weiterentwickelt und angewendet. Für diese Arbeiten erhielten sie am 21. Mai 2026 den HZDR-Forschungspreis 2025. Bei der feierlichen Preisverleihung ehrte das Forschungszentrum außerdem Mitarbeiter*innen in den Kategorien Technologie, Transfer, Kommunikation und Promotion.
Umgeben von Sternenstaub – Eisen-60-Fund im antarktischen Eis: Lokale Interstellare Wolke hinterlässt Spuren
Pressemitteilung vom 13.05.2026
Unser Sonnensystem durchquert derzeit die Lokale Interstellare Wolke, eine Region aus stark verdünntem Gas und Staub zwischen den Sternen. Dabei sammelt die Erde ständig Eisen-60 auf, ein seltenes radioaktives Isotop des Eisens, das bei Sternexplosionen entsteht. Das hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) mit der Analyse von Zehntausenden Jahre altem antarktischem Eis nun bestätigt.
Abschied mit Perspektive: Farewell-Symposium für Manfred Helm
Nachricht vom 13.04.2026
Ein besonderer Anlass im Großen Hörsaal des HZDR: Mit einem Symposium wurde Prof. Manfred Helm, bisher Direktor am Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung, am 20. März 2026 in den Ruhestand verabschiedet. Kolleg*innen aus dem In- und Ausland blickten auf gemeinsame wissenschaftliche Wegmarken in der Terahertz-Physik und der Forschung zu 2D-Materialien zurück. Im Anschluss an die Veranstaltung haben wir mit Manfred Helm über prägende Momente am HZDR und seine Pläne für die kommende Zeit gesprochen.
Neuer Weg zu 2D-Materialien: Forschungsteam stellt ultrareine MXene mit herausragender elektrischer Leistungsfähigkeit her
Pressemitteilung vom 09.02.2026
Ein internationales Forschungsteam der TU Dresden, des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik Halle, des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und weiterer Partnerinstitutionen in Europa hat eine neue Methode zur Herstellung von MXenen – einer wichtigen Familie zweidimensionaler Materialien – mit bisher unerreichter Reinheit und Kontrollierbarkeit entwickelt. Ein neuer „Gas-Flüssig-Feststoff“-Prozess ermöglicht die Synthese reiner MXene mit gleichmäßig verteilten und in ihrer Zusammensetzung gezielt eingestellten Halogenatomen auf der Oberfläche.
Dresdner Team entdeckt überraschende Schwingungszustände in Magnetwirbeln: Frequenzkämme aus Magnonen könnten helfen, verschiedene physikalische Systeme zu koppeln
Pressemitteilung vom 08.01.2026
Forschende am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) haben in winzigen Magnetwirbeln neue, bislang unbeobachtete Schwingungszustände entdeckt – sogenannte Floquet-Zustände. Anders als in früheren Experimenten, die dafür energieaufwendige Laserpulse benötigten, reicht in Dresden dafür eine winzige Anregung mit magnetischen Wellen.
Nanomagnete mit besonderem Dreh: Neues Fertigungsverfahren macht Technologie besser und günstiger
Pressemitteilung vom 09.12.2025
Forschende des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) haben in Zusammenarbeit mit Partnern von der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens (NTNU) in Trondheim und dem Institut für Kernphysik der Polnischen Akademie der Wissenschaften eine Methode entwickelt, mit der sich besonders effiziente magnetische Nanomaterialien in einem vergleichsweise einfachen Verfahren und auf Basis günstiger Ausgangsmaterialien fertigen lassen.
Neue Podcast-Folge auf detektor.fm: Woher kommt der Sternenstaub?
Nachricht vom 05.12.2025
In einer neuen Podcast-Folge des detektor.fm-Forschungsquartetts spricht Prof. Anton Wallner vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) über die Spuren vergangener Supernova-Explosionen und darüber, wie sich diese kosmischen Ereignisse noch heute auf der Erde nachweisen lassen.
