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Die Geschichte des Forschungsstandortes Dresden-Rossendorf

Das heutige Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf wurde als Forschungszentrum Rossendorf im Jahr 1992 gegründet. Der Standort blickt jedoch auf eine mehr als 50-jährige Geschichte zurück.


1956 - 2006: 50 Jahre Forschungsstandort Dresden-Rossendorf (Sonderausgabe der Hauszeitung "Rossendorf intern"):

Link zum PDF (2,1 MB)

1992 - 2012: 20 Jahre Forschungszentrum (Sonderausgabe der Mitarbeiter*innen-Zeitschrift "Insider"):

Link zum PDF (590 kB) oder zum E-Paper


1955

ZfK Bild 1Freigabe der zivilen Kernforschung in Deutschland durch den alliierten Kontrollrat

Abkommen zwischen der UdSSR und der DDR zur Lieferung eines 2-MW-Reaktors und eines 25 MeV-Zyklotrons am 18.04.1955

Beschluss des Ministerrats der DDR zur friedlichen Nutzung der Kernenergie und zum Aufbau des Zentralinstituts für Kernphysik (ZfK) Rossendorf am 10.11.1955

Bestätigung des Bebauungsplanes für das ZfK am 30.12.1955


1956

ZfK Bau IonenstrahlzentrumAm 01.01.1956 wird das Zentralinstitut für Kernphysik (ZfK) – später: Zentralinstitut für Kernforschung – als größte Kernforschungseinrichtung der DDR gegründet. Der vorläufige Sitz befindet sich in Dresden.

Ausbildung der Betriebsmannschaften für den Reaktor in Moskau und für das Zyklotron in Leningrad bis 12.02.1956

Beginn der Bauarbeiten am Standort Rossendorf im Frühjahr 1956


1957 - 1962

Export radioaktiver Präparate in den Sechziger JahrenEinweihung des Rossendorfer Forschungsreaktors (RFR) als erstem Kernreaktor der DDR mit 2 MW thermischer Leistung am 16.12.1957

Fertigstellung des Zyklotrons am 01.08.1958

Beginn der Isotopenproduktion mit der Auslieferung des ersten radioaktiven Präparats Äthylbromid am 06.11.1958. Die starke Steigerung des Bedarfs an radioaktiven Isotopen machte später Leistungserhöhungen des RFR erforderlich.

Inbetriebnahme des Rossendorfer Ringzonenreaktors als Nullleistungsreaktor zur reaktorphysikalischen Grundlagenforschung 1962


1965 - 1969

ZfK Bild 3Leistungserhöhung des Rossendorfer Ringzonenreaktors auf 5 MW mit aufgerauten Brennstäben am 06.05.1965

Weitere Leistungserhöhung auf 10 MW mit neuartigen Brennstäben am 31.10.1967

Bau der "Rossendorfer Anordnung für kritische Experimente" als zweitem Nullleistungsreaktor 1969


1972 - 1991

ZfK Bild 2Fertigstellung des Tandemgenerators 1972

1989 - 1991 Umfassende Rekonstruktion des Forschungsreaktors aufgrund geänderter Auflagen, jedoch keine Wiederinbetriebnahme

schließlich Außerbetriebnahme sämtlicher Reaktoren 1991 und Auflösung des ZfK Rossendorf am 31.12.1991


Neuer Anfang: FZR » FZD » HZDR

Luftbild des HZDR (Stand 2017; Jürgen-M. Schulter/dresden-luftfoto.de)

Foto: Jürgen-M. Schulter / dresden-luftfoto.de

01.01.1992

Gründung des Forschungszentrums Rossendorf e. V. (FZR) sowie des Vereins für Kernverfahrenstechnik und Analytik (VKTA) Rossendorf e. V. am Standort. Der VKTA hat die Aufgabe, alle kerntechnischen Anlagen rückzubauen.

Das damalige FZR, spätere FZD und heutige HZDR wird in seiner Geschichte insgesamt drei Mal vom Wissenschaftsrat, dem Beratungsgremium der Bundesregierung und der Länder, evaluiert – mit Erfolg. Die Empfehlungen des Wissenschaftsrates führen zum Aufbau der folgenden Infrastrukturen:

  • Strahlungsquelle ELBE im gleichnamigen Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen
  • Zentrum für Positronen-Emissions-Tomographie (PET)
  • TOPFLOW-Anlage
  • Rossendorf Beamline ROBL an der ESRF in Frankreich
  • Hochfeld-Magnetlabor Dresden (HLD)
  • Zentrum für Radiopharmazeutische Tumorforschung (ZRT)
  • Das bestehende Ionenstrahlzentrum (IBC) wird erheblich ausgebaut und modernisiert.

Weitere Infrastrukturen befinden sich derzeit im Aufbau beziehungsweise in der Planung:

  • DRESDYN (DREsden Sodium facility for DYNamo and thermohydraulic studies)
  • Helmholtz International Beamline for Extreme Fields (HIBEF) am European XFEL
  • Dresden Advanced Light Infrastructure (DALI)

Im Folgenden stellen wir Ihnen ausgewählte Highlights aus der Geschichte des Forschungszentrums in Dresden-Rossendorf vor.


Februar 1993

Der Positronen-Emissions-Tomograph Positome lllp liefert im FZR das erste Bild.

Im Ionenstrahlzentrum geht ein 3-Megavolt-Tandetronbeschleuniger in Betrieb.


1995

Kopfaufnahme von der Seite, PET-ZentrumAufnahme des Patientenbetriebs im PET-Zentrum (PET = Positronen-Emissions-Tomographie) Rossendorf mit Zyklotron (neuer Kreisbeschleuniger ab 1996) zur Erforschung und Anwendung von radioaktiven Substanzen in der medizinischen Diagnostik und Therapie


1996 - 1997

ROBLBau der Rossendorf Beamline an der Europäischen Synchrotronstrahlungsquelle (ESRF) in Grenoble, Frankreich

Einweihung des PET-Zentrums (1997)


1998 - 2000

  • Abschluss des Rückbaus der "Anordnung für kritische Experimente" und des Ringzonenreaktors (2000);
    Stilllegung und Abbruch des Urantechnikums (VKTA)
  • Einweihung der Rossendorf Beamline ROBL an der Europäischen Synchrotronstrahlungsquelle ESRF (1998)

2001

Strahlungsquelle ELBE - aufgenommen von Juergen LoeselEinweihung der Strahlungsquelle ELBE
(Elektronen-Linearbeschleuniger für Strahlen hoher Brillanz und niedriger Emittanz)

Das heutige ELBE-Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen ist ein Nutzergerät der Leistungsklasse II (Helmholtz-Gemeinschaft) und gehört zum Institut für Strahlenphysik des HZDR.


2002

Versuchautoklav der TOPFLOW-AnlageFertigstellung der thermohydraulischen Großversuchsanlage TOPFLOW zur Untersuchung von Zweiphasen-Strömungen. Die Anlage wird heute am Institut für Fluiddynamik des HZDR betreiben.


2003

Hochfeld-Magnetlabor: Haus 50 außenBeginn der Bauarbeiten für das Hochfeld-Magnetlabor Dresden, in welchem ab 2007 höchste gepulste Magnetfelder erzeugt werden. Diese für das HZDR wichtige Infrastruktur wurde im Zeit- und Budgetplan fertiggestellt und nahm im Jahr 2007 den Nutzerbetrieb auf. 


2005

  • Die TOPFLOW-Anlage erhält einen Drucktank, er ermöglicht Experimente bis zu einem Betriebsdruck von fünf Megapascal.
  • Sämtliche bestrahlten Brennelemente der am ehemaligen Zentralinstitut für Kernforschung betriebenen Forschungsreaktoren werden in 18 Castoren ins Zwischenlager Ahaus transportiert (VKTA).
  • Die TU Dresden, das Universitätsklinikum Dresden und das Forschungszentrum gründen das gemeinsam getragene Zentrum für Innovationskompetenz OncoRay; es widmet sich der Strahlenforschung in der Onkologie.

2006

Hochfeld-Magnetlabor Dresden: KondensatorbankFebruar: Einweihung der weltweit größten Kondensatorbank im Hochfeld-Magnetlabor Dresden

Erneute Förderung des Ionenstrahlzentrums als Nutzerlabor durch die EU

November: Umbenennung des FZR in FZD – Forschungszentrum Dresden-Rossendorf


2007

Arbeiten an einem der beiden Spiegel des Freie-Elektronen-Lasers FELBE am HZDR. Mai: Start des Nutzerbetriebs im Hochfeld-Magnetlabor Dresden

Außerdem geht der zweite Freie-Elektronen-Laser an der Strahlungsquelle ELBE in Betrieb, ebenso die supraleitende Hochfrequenz-Photoquelle und das Neutronenlabor an ELBE.


2008

Logo Helmholtz-GemeinschaftMai: Inbetriebnahme eines 150 TW-Hochintensitätslasers

Juli: Der Wissenschaftsrat spricht die Empfehlung aus, das FZD in die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren aufzunehmen. Vorausgegangen war die Evaluierung des FZD im November 2007. (Vorherige Evaluierungen: 1993, 2000/01)

Der weltweit schnellste Röntgencomputertomograph ROFEX wird an der TOPFLOW-Anlage erstmals eingesetzt.


2009

Stefan Bock am LaserJanuar: Am Hochintensitätslaser "DRACO" werden die ersten Protonen beschleunigt.

Februar: Mit 87,2 Tesla wird das bisher stärkste gepulste Magnetfeld im Hochfeld-Magnetlabor Dresden erzeugt – das ist gleichzeitig europäischer Rekord.

März: Das neue Eingangs- und Logistikgebäude des Forschungszentrums wird eingeweiht.

Juni: Bundesforschungsministerin Prof. Annette Schavan und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich besiegeln per Vertrag den Übergang des FZD zum 1.1.2011 in die Helmholtz-Gemeinschaft.

Oktober: Auf einer Konferenz wird in Dresden die neue Strangguss-Anlage (LIMMCAST) zur Simulation von Stahlgussprozessen erstmals vorgestellt.

Dezember: Im Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung wird ein neuer 6-Megavolt-Ionenbeschleuniger eingeweiht.


2010

PET MRTJanuar: Das ehemalige Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung in Leipzig wird in das FZD integriert.

Mai: Die Erweiterungsarbeiten an der Strahlungsquelle ELBE zu einem Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen beginnen.

September: Das deutschlandweit erste für Patient*innen zugelassene PET/MRT-Gerät wird in Rossendorf aufgestellt.

Das Dresdner Forschungszentrum OncoRay und das Partnerinstitut HIRO in Heidelberg schließen sich am 21.09.2010 in Dresden zum National Center for Radiation Research in Oncology zusammen.

Dezember: Das Zentrum erhält gemeinsam mit der TU Bergakademie Freiberg von der deutschen Bundesregierung den Zuschlag zum Aufbau eines nationalen Instituts für Ressourcentechnologie in Freiberg.


2011

Zur Gründungsveranstaltung des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie am 29. August 2011 auf dem Gelände des Lehr- und Forschungsbergwerks „Reiche Zeche“ überreichte Bundesforschungsministerin Prof. Annette Schavan einen symbolischen Schlüssel an Prof. Jens Gutzmer, Direktor des neuen Instituts. Rechts der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich.1. Januar: Das FZD wird Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren und heißt nun Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR).

Juni: Weltrekord – Im Hochfeld-Magnetlabor Dresden wird erstmalig ein Magnetfeld von 91,4 Tesla zerstörungsfrei erzeugt.

Juli: Startschuss für die Erweiterung des Hochfeld-Magnetlabors Dresden auf die doppelte Größe.

August: Bundesforschungsministerin Schavan gründet gemeinsam mit Sachsens Ministerpräsident Tillich das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) – eine Kooperation der TU Bergakademie Freiberg und des HZDR.

Oktober: Das Schülerlabor DeltaX wird im Beisein des Helmholtz-Präsidenten Prof. Jürgen Mlynek offiziell im HZDR eröffnet.

November: Neue oder erheblich verbesserte Forschungsinfrastrukturen werden in der Forschungsstelle Leipzig (ein neues Zyklotron) und an der Rossendorf Beamline ROBL in Grenoble (Erneuerung der Röntgenoptik und Modernisierung des materialwissenschaftlichen und radiochemischen Messplatzes) eingeweiht.


2012

GästehausJanuar: Das Institut für Ressourcenökologie und das Institut für Fluiddynamik werden neu gegründet. Die Institute für Radiochemie und Sicherheitsforschung schließen.

Das neue Gästehaus für Gäste an den drei Nutzergeräten Strahlungsquelle ELBE, Ionenstrahlzentrum (IBC) und Hochfeld-Magnetlabor Dresden (HLD) öffnet seine Türen.

Mai: Richtfest – Das Dresdner Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie OncoRay baut auf dem Gelände des Universitätsklinikums Dresden eine Anlage zur Protonenstrahl-Therapie.

August: Das HZDR veranstaltet erstmalig ein internationales Sommerstudent*innen-Programm.

Oktober: Das Zentrum erhält den Titel "vorbildlicher Ausbildungsbetrieb" für 20 Jahre Engagement in der Berufsausbildung.

Dezember: Der Superrechner Hypnos, einer der leistungsstärksten Rechner Sachsens, geht im modernisierten HZDR-Rechenzentrum in Betrieb.


2013

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (2.v.re.) weiht gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Direktor des HZDR, Prof. Roland Sauerbrey (re.), dem Leiter der ELBE, Dr. Peter Michel und dem Kaufmännischen Direktor des HZDR, Prof. Peter Joehnk die Terahertz-Anlage in der ELBE ein.

Januar: Am HZDR wird zum 1. Januar 2013 das neue Institut für Radioonkologie – OncoRay gegründet. Institutsdirektor ist der Dresdner Krebsforscher Prof. Michael Baumann, der auch die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Dresden leitet sowie für das Dresdner OncoRay-Zentrum spricht.

Februar: Ministerpräsident Stanislaw Tillich weiht das größte Forschungsgerät in Sachsen ein: die ELBE – Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen.

Mai: Die HZDR Innovation GmbH gewinnt beim bundesweiten Technologie-Transferwettbewerb wissen.schafft.arbeit den Sonderpreis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.

September: Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka weiht das Domizil des „Nationalen Zentrums für Strahlenforschung in der Onkologie – OncoRay“ auf dem Campus der Dresdner Hochschulmedizin ein.

Dezember: Die sächsische Wissenschaftsministerin Prof. Sabine von Schorlemer weiht den Erweiterungsbau für das Hochfeld-Magnetlabor (HLD) ein – das Labor wurde seit 2011 auf das Doppelte vergrößert.


2014

Prof. Baumann (links) präsentiert einen OncoRay-Schriftzug, der mit Protonen-Strahlen auf einen Film gebracht wurde.Februar: Am 13. Februar 2014 unterzeichneten der HZDR-Vorstand und der Generaldirektor des Europäischen Synchrotrons (ESRF) einen Vertrag über eine erneute fünfjährige Forschungszusammenarbeit. Die HZDR-Außenstelle in Grenoble bleibt damit bis 2019 bestehen. Die Rossendorf Beamline (ROBL) steht somit weiterhin für Messungen von internationalen Nutzerinnen und Nutzern sowie zur Eigenforschung zur Verfügung.

Juni: Die weltweit größte internationale Beschleunigerkonferenz IPAC 2014 fand vom 15. bis 20. Juni in Dresden statt. Die Konferenz wurde vor Ort vom HZDR organisiert.

August: Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka und der Sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich eröffneten am 22. August die UniversitätsProtonenTherapieDresden. Die neue Protonen-Behandlungseinheit am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden hat das Ziel Krebspatient*innen schonender zu bahndeln. Die Uniklinik bildet zudem mit der Medizinischen Fakultät der TU Dresden und dem HZDR ein Konsortium. Dresden wird damit, gefördert vom BMBF, zum Partnerstandort des in Heidelberg bereits ansässigen Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) aufgebaut.

Dezember: Das HZDR koordiniert den Aufbau des größten Rohstoffnetzwerkes in Europa – diese Entscheidung traf das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) am 9. Dezember 2014. Das EIT Raw Materials verbindet mehr als 100 europäische Einrichtungen aus dem Ressourcenbereich und wird über sieben Jahre mit bis zu 410 Millionen Euro durch die EU gefördert.


2015

Kondensatorbank im Hochfeld-Magnetlabor Dresden

Januar: Das European Magnetic Field Laboratory (EMFL) wird in Brüssel gegründet. Die vier EMFL-Gründungsorganisationen – das HZDR, das französische Centre National de la Recherche Scientifique, die Radboud Universität Nijmegen und die Foundation for Fundamental Research on Matter aus den Niederlanden – bieten Nutzer*innen höchste Magnetfelder sowie einzigartige Experimentiermöglichkeiten.

Februar: Mit dem Umzug des PET-/MRT-Geräts für Ganzkörperuntersuchungen an das Universitätsklinikum Dresden geht eine Ära der Patientenversorgung am Zentrum für Positronen-Emissions-Tomographie (PET) des HZDR zu Ende. Am Standort Rossendorf wurden in den vergangenen 20 Jahren unter Einsatz von drei PET-Gerätegenerationen mehr als 14.000 Patient*innen untersucht.

November: Bei einem Abschlusssymposium präsentieren 60 Teilnehmer*innen aus Wissenschaft und Industrie die Ergebnisse der Helmholtz-Energie-Allianz „Energieeffiziente chemische Mehrphasen-Prozesse“. Der Verbund aus sieben Partnern mit dem Koordinator HZDR hat sich in den vergangenen dreieinhalb Jahren damit beschäftigt, wie die Effizienz von Prozessen chemischer Verfahrenstechnik gesteigert werden kann.

Dezember: Um Wissenschaftler*innen über Landesgrenzen hinweg einen einfachen Zugang zu Lasern zu gewährleisten, schließen sich 30 Einrichtungen aus 16 Ländern in dem EU-Projekt Laserlab-Europe unter Koordination der Universität Lund in Schweden zusammen. Der Direktor am Institut für Strahlenphysik, Prof. Ulrich Schramm, vertritt das HZDR. Ziel: Europa soll eine weltweit führende Rolle auf den Gebieten der Bio- und Nanophotonik sowie der Materialanalyse einnehmen.


2016

März: Das Europäische Strategieforum für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI) nimmt das European Magnetic Field Laboratory (EMFL) in seiner Roadmap als Landmark auf. Nach Einschätzung des ESFRI zählt es damit zu den 29 europäischen Infrastrukturen, die Wissenschaftlern Forschung auf Weltklasse-Niveau bieten. Das Hochfeld-Magnetlabor Dresden des HZDR ist eines der vier Gründungsmitglieder.

10.000ster Besucher im Schülerlabor

April: Fünf Jahre nach seiner Gründung empfängt das HZDR-Schülerlabor Ende April den 10.000sten Gast. Das Labor bietet Experimentiertage zu den Themen Magnetismus, Licht und Farbe sowie Radioaktivität und Strahlung an. Auch Lehrer*innen können sich am DeltaX zu aktuellen Entwicklungen in der Forschung fortbilden.

Juni: Die Sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange weiht den neuen Standort des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie ein. Seit dem Frühjahr 2014 wurde das denkmalgeschützte Gebäude über Mittel des Bundes, des Freistaats Sachsen und der Stadt Freiberg saniert. Das HZDR und die TU Bergakademie Freiberg haben das Institut im Jahr 2011 gemeinsam gegründet.

Juli: Zusammen mit der International BioMetals Society organisiert das HZDR eine Konferenz zur Wechselwirkung von Metallen in biologischen Systemen. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf dem Verhalten von Radionukliden – einem der Forschungsschwerpunkte am HZDR.

November: Mit 4,4 Millionen Euro unterstützt die EU das Entwicklungsprojekt TRANSPIRE (Terahertz RAdio communication using high aNistropy SPIn torque Resonators) im Zukunftstechnologie-Programm „Future and Emerging Technologies – Open” (FET Open). Forscher*innen des HZDR wollen darin gemeinsam mit Kolleg*innen aus Dublin, Trondheim und Lausanne neuartige Sender für einen schnelleren Datenfunk entwickeln.


2017: 25 Jahre Forschungszentrum

April: Das Weizmann-Helmholtz Laboratory for Laser Matter Interaction (WHELMI) wurde 2017 ins Leben gerufen. Dieses gemeinsame Labor von Weizmann Institute of Science in Rehovot, Israel, und HZDR dient der Erforschung der Teilchenbeschleunigung mit hochintensiven Laserstrahlen. WHELMI ist das erste durch die Helmholtz-Gemeinschaft mitfinanzierte Labor auf dem Campus eines ausländischen Partners.

Mai: Der Sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich legt am 24. Mai den Grundstein für den Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Dresden. Der Freistaat investiert 22 Millionen Euro in das wegweisende Gebäude, in dem Patient*innen von neuesten Methoden zur Krebs-Diagnose und -Therapie profitieren sollen. Der NCT Partnerstandort Dresden ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden, der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden und des HZDR. Die jährliche Förderung des NCT Dresden steigt bis 2019 auf 15 Millionen Euro und wird im Verhältnis 90:10 vom Bund und dem Freistaat Sachsen getragen.

Mai: Das vom HZDR koordinierte EU-Projekt CALIPSOplus bündelt Lichtquellen, die von Beschleunigern angetrieben sind. Dazu zählen die Synchrotron-Anlagen und die Freie-Elektronen-Laser. Europa hat hier eine Vorreiterrolle inne, wovon alle interessierten Wissenschaftler*innen sowie Unternehmen profitieren sollen. Das Projekt, an dem insgesamt 19 Partner beteiligt sind, startete am 18. und 19. Mai 2017 mit einem ersten Treffen in Dresden.

HZDR-Jahresempfang 2017

Oktober: Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf blickt mit einem Jahresempfang am 12. Oktober auf die 25-jährige Geschichte als Forschungszentrum zurück. Zum wissenschaftlichen Symposium am 13. Oktober geben Wissenschaftler*innen, für die das Zentrum eine wichtige Station in ihrer Laufbahn war, Einblick in ihre aktuellen Forschungsarbeiten.

November: 16 Organisationen, die insgesamt 19 Lichtquellen in Europa betreiben, haben sich in der LEAPS-Initiative (League of European Accelerator-based Photon Sources) zusammengeschlossen mit dem Ziel, ihre Zusammenarbeit zu verstärken. Bei der Vertragsunterzeichnung am 13. November 2017 war auch der Wissenschaftliche HZDR-Vorstand, Prof. Roland Sauerbrey, zugegen.


2018

ZRT-Einweihung am 4. September 2018: Rundgang ©Copyright: HZDR/André Wirsig

September: Mit dem 36 Millionen Euro teuren Neubau für Radiopharmazeutische Tumorforschung geht das leistungsstärkste präklinische Zentrum Europas für die Entwicklung und Produktion von radioaktiven und radioimmunologischen Arzneimitteln an den Start. Der Neubau wird von BMBF-Staatssekretär, Dr. Georg Schütte, Sachsens Forschungsministerin, Dr. Eva-Maria Stange, Dresdens Oberbürgermeister, Dirk Hilbert, und Helmholtz-Präsident, Prof. Otmar Wiestler, eingeweiht.
Das weite Spektrum von der Grundlagenforschung bis zur Überführung in die klinische Anwendung kommt den Patient*innen über enge Kooperationen mit der Medizinischen Fakultät und dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden sowie dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) direkt zugute.

Metallurgie-Technikum: Erster Spatenstich am 17.10.2018 ©Copyright: HZDR/ Detlev Müller

Oktober: Mit einem symbolischen ersten Spatenstich feiert das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) den Baustart für ein neues Technikum. Damit baut das Institut, das zum HZDR gehört und eng mit der TU Bergakademie Freiberg kooperiert, seine Forschung zur nachhaltigen Gewinnung und zum Recycling strategischer Wertstoffe weiter aus. Der Freistaat Sachsen finanziert den Neubau mit insgesamt 10,2 Millionen Euro.

November: Ein Team um den Medizinphysiker Dr. Aswin Hoffmann vom Institut für Radioonkologie – OncoRay des HZDR kombiniert weltweit erstmals die Magnetresonanz-Tomographie (MRT) mit einem Protonenstrahl. Damit haben die Wissenschaftler*innen nachgewiesen, dass diese weit verbreitete Bildgebungsmethode im Zusammenspiel mit der Krebsbehandlung über Teilchenstrahlen prinzipiell funktionieren kann. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten für eine gezielte und gewebeschonendere Krebstherapie. 


2019

Krebspatienten profitieren an der Universitäts Protonen Therapie Dresden (UPTD) von einer hochgenauen Planung der Protonentherapie. Wissenschaftler von OncoRay und HZDR nutzen hierfür die Vorteile einer innovativen Bildgebungsmethode. ©Copyright: NCT Dresden/Philip Benjamin, OncoRay

April: Weltweit erstmalig wird an der Universitäts Protonentherapie Dresden (UPTD) ein neues Verfahren in der Routineversorgung von Krebspatient*innen eingesetzt, das Präzision, Sicherheit und wahrscheinlich auch die Verträglichkeit der Protonentherapie erhöht. Das Berechnungsverfahren wurde von Medizinphysiker*innen des Dresdner OncoRay-Zentrums, des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf sowie des in Heidelberg ansässigen Deutschen Krebsforschungszentrums entwickelt und umfangreich validiert. Mit der „DirectSPR“ genannten Methode lässt sich die Protonen-Reichweite im menschlichen Gewebe viel genauer und individuell vorhersagen. Die Dresdner Forscher*innen konnten zeigen, dass sich damit das Volumen des unmittelbar am Tumor gelegenen, mitbestrahlten gesunden Gewebes um 35 bis 40 Prozent reduzieren lässt.

Juni: Auf Einladung der Helmholtz-Gemeinschaft und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) treffen sich mehr als 300 Spitzen- und Nachwuchsforscher*innen aus Mitteleuropa in Dresden. Beim Europäischen Forum für Wissenschaft, Forschung und Innovation stellen Stipendiat*innen des Europäischen Forschungsrates (ERC, European Research Council) aus Tschechien, Polen und Sachsen neueste Erkenntnisse aus ihren Projekten vor. Die hochkarätige Konferenz widmet sich den Zukunftsfeldern „Gesundheit“, „Materialwissenschaften“, „Umwelt“ sowie „Data und Information“. Kerngedanke ist, den zentraleuropäischen Forschungsraum zu stärken und neue Kooperationen zwischen den Wissenschaftler*innen im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien anzustoßen.

Feierliche Inbetriebnahme Beschleuniger Felsenkeller (Juli 2019) ©Copyright: HZDR / A. Wirsig

Juli: Physik-Nobelpreisträger Prof. Takaaki Kajita von der Universität Tokio eröffnet den Teilchenbeschleuniger im Dresdner Felsenkeller. Nach zwei Jahren Bauzeit wird die weltweit dritte Forschungsstätte eingeweiht, an der sich Wissenschaftler*innen mit den Vorgängen im Inneren der Sonne und anderen unzähligen Sternen des Universums beschäftigen.

August: Die Übergabe eines symbolischen Schlüssels durch Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange markiert den offiziellen Start der Forschungseinrichtung CASUS – Center for Advanced Systems Understanding in Görlitz. CASUS soll sich als international sichtbares Zentrum für datenintensive Systemforschung etablieren. Hier wird fach- und grenzübergreifend an schnelleren Computern, neuen Codes und innovativen Software-Methoden geforscht. Im Fokus stehen neue digitale Methoden und Technologien, die dabei helfen sollen, unsere reale Welt besser zu verstehen.


2020

April: Am 1. April 2020 tritt Prof. Sebastian M. Schmidt das Amt des Wissenschaftlichen Vorstands am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) an. Er kommt vom Forschungszentrum Jülich, an dem er Mitglied des Vorstands war und seit November 2007 die Forschungsgebiete „Materie“ und „Schlüsseltechnologien / Information“ im Wissenschaftlichen Geschäftsbereich I verantwortet hat. Der bisherige Wissenschaftliche Direktor des HZDR, Prof. Roland Sauerbrey, verabschiedet sich nach 14-jähriger Amtszeit in den Ruhestand.

Der Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) vereint Wissenschaftler, Ärzte und Patienten unter einem Dach. ©Copyright: Uniklinik Dresden/Marc Eisele

September: In Gegenwart des Sächsischen Ministerpräsidenten, Michael Kretschmer, und des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesforschungsministerium, Thomas Rachel, wird der Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) eröffnet. Das hochmoderne Gebäude auf dem Gelände des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden vereint Forschung und Behandlung unter einem Dach. Mit einer einzigartigen Forschungsplattform mit Experimental-OP, modernsten Bildgebungs- und Strahlentherapie-Einheiten sowie molekularen und zellbiologischen Laboren bietet der Neubau optimale Voraussetzungen für klinisch-orientierte Krebsforschung auf internationalem Spitzenniveau.

Dezember: Die Wissenschaftsmanagerin Dr. Diana Stiller übernimmt am 1. Dezember 2020 die Position der Kaufmännischen Vorständin am HZDR. Gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Direktor, Prof. Sebastian M. Schmidt, ist sie für die Geschicke des HZDR verantwortlich, das mit rund 1.400 Mitarbeiter*innen und einem jährlichen Etat von etwa 157 Millionen Euro zu den größten außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Ostdeutschland zählt.